Chrome jetzt aktualisieren: Google hat 327 Sicherheitslücken geschlossen, sechs davon kritisch
Chrome 152, veröffentlicht am 25. August, schließt Lücken, über die eine bösartige Website nach Angaben von Fachleuten aus der Sandbox des Browsers ausbrechen und Code direkt auf Ihrem Rechner ausführen könnte. Wirksam wird das Update erst mit einem Neustart des Browsers — es herunterzuladen genügt nicht.
Meridians Technik-Redaktion
Published 29. August 2026 · Updated 29. August 2026 · 3 min read
SoftwareThe short answer
- Google hat am 25. August 2026 Chrome 152.0.7977.64/.65 (Windows/Mac) und 152.0.7977.64 (Linux) veröffentlicht und darin laut dem offiziellen Chrome-Releases-Blog 327 Sicherheitsprobleme behoben.
- Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes stufen zwei davon als besonders gravierend ein: CVE-2026-79282, eine kritische Use-after-free-Lücke in der Grafik-Engine ANGLE, über die eine bösartige Webseite Code außerhalb der Chrome-Sandbox ausführen kann, und CVE-2026-78899, eine hoch eingestufte Lücke in der JavaScript-Engine V8, die sich allein durch den Besuch einer bösartigen Seite auslösen lässt.
- Ob eine der beiden Lücken bereits aktiv ausgenutzt wird, hat Google nicht mitgeteilt; das Unternehmen hält Details zu Angriffen üblicherweise zurück, „bis die Mehrheit der Nutzer die Korrektur eingespielt hat“.
- Das Update wird erst nach einem Neustart wirksam: unter Einstellungen > Über Chrome den Download anstoßen und anschließend den Browser neu starten — nur Tabs zu schließen genügt nicht.
Google hat Chrome 152 am 25. August 2026 ausgeliefert und darin 327 Sicherheitsprobleme auf einmal behoben. Die meisten davon sind Routine. Zwei nicht: Über sie könnte eine bösartige Website nach Einschätzung von Sicherheitsforschern aus der Sandbox von Chrome ausbrechen und Code direkt auf dem Rechner ausführen — allein durch den Aufruf der falschen Seite.
Was genau das Problem ist
- CVE-2026-79282 (kritisch): eine Use-after-free-Lücke in ANGLE, der Grafik-Engine von Chrome, über die eine bösartige Webseite beliebigen Code außerhalb der Browser-Sandbox ausführen kann — der Angriff bleibt also nicht auf den Browser-Tab beschränkt
- CVE-2026-78899 (hoch, CVSS 8,8): eine Use-after-free-Lücke in der JavaScript-Engine V8, die Remotecodeausführung ermöglichen kann und sich laut der Analyse von Malwarebytes allein durch den Besuch einer bösartigen Website auslösen lässt
- Insgesamt 327 Korrekturen in dieser Version, darunter Use-after-free-Fehler, Schreibzugriffe außerhalb zulässiger Grenzen und weitere Speicherfehler in Komponenten wie ANGLE, Aura, Chromecast, Views und Safebrowsing
Wird die Lücke bereits ausgenutzt?
Aus Googles Versionshinweisen geht das nicht hervor. Das Unternehmen hält technische Details zu einer Schwachstelle grundsätzlich zurück, „bis die Mehrheit der Nutzer die Korrektur eingespielt hat“ — gerade um Angreifern keinen Wegweiser zu liefern, solange die meisten noch ungepatcht sind. Damit gibt es in beide Richtungen keine öffentliche Bestätigung zu aktiven Angriffen. Auch deshalb behandeln Sicherheitsforscher Sandbox-Ausbrüche wie CVE-2026-79282 unabhängig davon als dringend.
So spielen Sie das Update ein
Chrome aktualisiert sich in der Regel im Hintergrund, doch die Korrektur greift erst nach einem Neustart. Öffnen Sie die Einstellungen und dort „Über Chrome“ — damit wird der Download angestoßen, sofern er nicht ohnehin schon erfolgt ist — und starten Sie anschließend den Browser neu. Wer lediglich Tabs schließt und wieder öffnet, ohne den Browser vollständig neu zu starten, arbeitet weiter mit der alten, angreifbaren Version.
Sources
Every factual claim above is traceable to these documents. Check them — that is why they are here.
- Chrome Releases: Stable Channel Update for Desktop (August 25, 2026)Google Chrome Releases
- Update Chrome before you browse againMalwarebytes
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