Freigängerkatzen in Schleswig-Holstein: Die Übergangsfrist endet zum Jahreswechsel
Seit dem 1. Juli gilt die erste landesweite Katzenschutzverordnung Deutschlands — wer seine Katze schon vorher hielt, hat noch ein halbes Jahr Zeit gehabt, und das läuft jetzt ab.
Meridians Leben-Redaktion
Published 14. September 2026 · Updated 14. September 2026 · 4 min read
PetsThe short answer
- Schleswig-Holstein hat zum 1. Juli 2026 als erstes Bundesland eine landesweite Katzenschutzverordnung in Kraft gesetzt.
- Fortpflanzungsfähige Freigängerkatzen müssen kastriert, mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in einem anerkannten Haustierregister gemeldet sein.
- Für Katzen, die schon vor dem 1. Juli 2026 gehalten wurden, gilt eine Übergangsfrist von sechs Monaten.
- Wohnungskatzen ohne unkontrollierten Freigang sind ausgenommen.
Wer in Schleswig-Holstein eine Katze hält, die nach draußen darf, sollte jetzt den Kalender prüfen. Die landesweite Katzenschutzverordnung gilt seit dem 1. Juli 2026. Für Tiere, die schon vorher im Haushalt lebten, räumt sie eine Übergangsfrist von sechs Monaten ein. Diese Frist läuft zum Jahreswechsel aus.
Wer betroffen ist
Die Pflichten gelten für fortpflanzungsfähige Katzen mit unkontrolliertem Freigang. Wer seine Katze ausschließlich in der Wohnung hält oder ihren Auslauf kontrolliert, ist außen vor. Eine Ausnahme für Züchter sieht die Verordnung nach Darstellung des Fachdienstes vetline nicht vor.
Die drei Pflichten
- Kastration: erforderlich, sobald die Katze fünf Monate alt ist. Nach vetline genügt nur die chirurgische Kastration — eine Sterilisation oder eine chemische Kastration reicht nicht.
- Kennzeichnung: ein Mikrochip, den eine Tierärztin oder ein Tierarzt setzt, bevor die Katze nach draußen darf.
- Registrierung: Eintrag in einem anerkannten Haustierregister. Die Kosten für Chip und Registrierung trägt der Halter.
Durchgesetzt wird das von der örtlichen Ordnungsbehörde. Wird eine fortpflanzungsfähige Katze im unkontrollierten Freigang aufgegriffen und lässt sich der Halter binnen fünf Tagen nicht ermitteln, kann die Behörde Kastration, Kennzeichnung und Registrierung selbst veranlassen — und dem Halter in Rechnung stellen, sobald er bekannt ist. Genau deshalb ist der Chip nicht nur Pflicht, sondern auch im eigenen Interesse.
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes ist es die erste landesweite Verordnung dieser Art in Deutschland; der Landtag hatte sie 2025 einstimmig auf den Weg gebracht. Der Verband fordert daraus abgeleitet eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen und verweist auf die Zahl frei lebender Katzen, die Tierheime dauerhaft belastet.
Sources
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- Katzenschutzverordnung tritt in Schleswig-Holstein in KraftDeutscher Tierschutzbund
- Katzenschutzverordnung in Schleswig-Holsteinvetline.de
- Neue Katzenschutzverordnung in Schleswig-Holstein ab 01. Juli 2026Amt Mittelangeln
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