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Kindergeld auf 267 Euro: Das Kabinett hat entschieden, der Bundestag noch nicht

Acht Euro mehr je Kind ab 2027, dreizehn ab 2028 — und eine Gegenfinanzierung, die das Ministerium bisher nicht beziffert.

Meridians Wirtschafts-Redaktion

Published 6. September 2026 · Updated 6. September 2026 · 4 min read

Kindergeld auf 267 Euro: Das Kabinett hat entschieden, der Bundestag noch nichtFamily

The short answer

  • Das Bundeskabinett hat am 2. September 2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 beschlossen.
  • Das Kindergeld soll von heute 259 Euro auf 267 Euro je Kind und Monat im Jahr 2027 und auf 272 Euro im Jahr 2028 steigen.
  • Das Bundesfinanzministerium beziffert das gesamte Entlastungsvolumen auf rund 10 Milliarden Euro; voll wirksam wird es nach eigener Darstellung erst 2028.
  • Bundestag und Bundesrat haben noch nicht zugestimmt. Bis dahin ist keine der Zahlen verbindlich.

Das Bundeskabinett hat am 2. September 2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 beschlossen. Für Familien steht darin die größte Einzelposition: Das Kindergeld soll von heute 259 Euro auf 267 Euro je Kind und Monat im Jahr 2027 steigen und ein Jahr später auf 272 Euro. Entschieden ist damit noch nichts. Ein Kabinettsbeschluss ist der Startschuss für das Gesetzgebungsverfahren, nicht sein Ende.

Die Beträge, Stufe für Stufe

  • Kindergeld je Kind und Monat: heute 259 Euro, 2027 dann 267 Euro, 2028 dann 272 Euro.
  • Kinderfreibeträge: 10.056 Euro im Jahr 2027, 10.236 Euro im Jahr 2028.
  • Grundfreibetrag: 12.564 Euro im Jahr 2027, 12.900 Euro im Jahr 2028.
  • Arbeitnehmer-Pauschbetrag: von 1.230 Euro auf 1.430 Euro.

Für ein Kind sind acht Euro mehr im Monat 96 Euro im Jahr. Ab 2028 liegt der Abstand zum heutigen Betrag bei 13 Euro monatlich, also 156 Euro im Jahr. Wer zwei Kinder hat, verdoppelt beides.

Was davon tatsächlich ankommt

Die Bundesregierung rechnet mit einem Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern und 60.000 Euro Jahreseinkommen soll 2028 mehr als 600 Euro im Jahr zusätzlich behalten. Das Gesamtvolumen beziffert das Bundesfinanzministerium auf rund 10 Milliarden Euro jährlich. Wichtig für die eigene Planung: Die Entlastung kommt in zwei Stufen und ist nach Darstellung des Ministeriums erst ab 2028 vollumfänglich wirksam. Wer 2027 mit dem vollen Betrag kalkuliert, rechnet zu früh.

Womit die Entlastung bezahlt werden soll

  • Der Reichensteuersatz von 45 Prozent soll künftig ab 250.000 Euro zu versteuerndem Einkommen greifen.
  • Ein neuer Satz von 47 Prozent soll ab 280.000 Euro gelten.
  • Bei steuerfreien Sonn- und Feiertagszuschlägen steigt der maßgebliche Höchststundenlohn von 50 auf 75 Euro.

Sources

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