Heißluftfritteusen: 18 von 42 Geräten bestehen bei der Stiftung Warentest
Der Test vom 3. September zeigt vor allem eines — beim Strom trennen sich die Geräte deutlicher als beim Garergebnis.
Meridians Leben-Redaktion
Published 8. September 2026 · Updated 8. September 2026 · 4 min read
ReviewsThe short answer
- Die Stiftung Warentest hat 42 Heißluftfritteusen geprüft: 22 mit einem Garraum, 20 mit zwei Kammern. 18 Geräte überzeugten.
- Die Preise der geprüften Geräte liegen zwischen rund 65 und 300 Euro.
- Das stromhungrigste Gerät verursachte weit mehr als doppelt so hohe Stromkosten wie das sparsamste.
- Die Einzelnoten und Modellnamen stehen hinter der Bezahlschranke von test.de; dieser Beitrag gibt nur die frei zugänglichen Eckdaten wieder.
Heißluftfritteusen gehören zu den Geräten, die man einmal kauft und dann jahrelang benutzt. Umso nützlicher ist ein Test mit großer Stichprobe. Die Stiftung Warentest hat am 3. September 2026 Ergebnisse zu 42 Geräten veröffentlicht, zuletzt aktualisiert am 7. September. 18 davon überzeugten. Die Stichprobe teilt sich in 22 Modelle mit einem einzelnen Garraum und 20 Modelle mit zwei Kammern.
Wie geprüft wurde
Die Prüferinnen und Prüfer garten nach Herstellervorgaben Pommes frites, Hähnchenkeulen, Gemüse, Aufbackbrötchen und Muffins. In das Qualitätsurteil floss das Zubereiten mit 60 Prozent ein, die Handhabung mit 30 Prozent, Sicherheit und Umwelteigenschaften mit je 5 Prozent. Die Preisspanne der Geräte reicht laut Stiftung Warentest von rund 65 bis 300 Euro.
Der Stromverbrauch ist der größte Unterschied
Bemerkenswert ist weniger die Bandbreite bei den Garergebnissen als die beim Verbrauch: Das stromhungrigste Gerät im Test verursachte nach Angaben der Stiftung Warentest weit mehr als doppelt so hohe Stromkosten wie das sparsamste. Wer die Fritteuse mehrmals pro Woche nutzt, holt einen Aufpreis über die Laufzeit womöglich wieder herein — wer sie dreimal im Jahr anwirft, eher nicht. Diese Rechnung sollten Sie vor dem Kauf einmal für Ihren eigenen Gebrauch aufmachen.
Ein Punkt, den kein Testurteil abnimmt: die Bräunung
Acrylamid entsteht als Nebenprodukt der Bräunungsreaktion beim Backen, Rösten, Grillen, Frittieren und Braten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt dazu in seiner Mitteilung 41/2024 vom 16. September 2024: Der Prozess beginnt bereits bei Temperaturen ab etwa 120 Grad Celsius und steigt ab 170 bis 180 Grad sprunghaft an. Die Faustregel des BfR lautet „Vergolden statt Verkohlen“. Das Institut betont, Verbraucherinnen und Verbraucher könnten ihre Acrylamidaufnahme durch die Wahl der Garmethode und ihr eigenes Verhalten beeinflussen. Übersetzt für den Alltag: Die voreingestellte Höchsttemperatur ist nicht die beste Einstellung, und goldgelb ist das Ziel, nicht dunkelbraun.
Was Sie vor dem Kauf klären sollten
- Ein Garraum oder zwei Kammern: Zwei Kammern sind praktisch, wenn Beilage und Hauptgericht gleichzeitig fertig werden sollen — sie brauchen aber deutlich mehr Stellfläche.
- Fassungsvermögen ehrlich schätzen: Die Herstellerangabe in Litern sagt wenig darüber, wie viele Portionen tatsächlich gleichmäßig garen.
- Reinigung: Ob Korb und Einsatz spülmaschinenfest sind, entscheidet mehr über die Nutzung im Alltag als jedes Zusatzprogramm.
- Stromkosten mitrechnen: Bei häufiger Nutzung ist der Verbrauch der größere Kostenblock als der Kaufpreis.
Sources
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- Heißluftfritteusen im Test: Die besten Airfryer (3.9.2026, aktualisiert 7.9.2026)Stiftung Warentest
- Stiftung Warentest 9/2026: Die neue Generation der HeißluftfritteusenStiftung Warentest
- BfR-MEAL-Studie: Hohe Acrylamidgehalte in Gemüsechips nachgewiesen, Mitteilung 41/2024 vom 16.9.2024Bundesinstitut für Risikobewertung
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