Microsoft schließt Sicherheitslücke mit Höchstbewertung in Entra ID
CVE-2026-69836 erreichte den Höchstwert 10,0 auf der Schweregradskala und hätte es Angreifern ermöglicht, ohne Anmeldung Code in Microsofts Cloud-Identitätsdienst auszuführen. Microsoft erklärt, die Lücke sei bereits geschlossen – Nutzerinnen und Nutzer müssten nichts unternehmen.
Meridians Wirtschafts-Redaktion
Published 23. August 2026 · Updated 23. August 2026 · 3 min read
SoftwareThe short answer
- Microsoft hat CVE-2026-69836 offengelegt – eine Schwachstelle für Remote-Code-Ausführung mit der höchsten Schweregradstufe (CVSS 10,0) in Entra ID, dem Cloud-Identitätsdienst hinter den Anmeldungen für Microsoft 365, Azure und viele Anwendungen von Drittanbietern.
- Ursache war die Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten; Sicherheitsforschern zufolge hätten nicht authentifizierte Angreifer darüber Code über das Netzwerk ausführen können.
- Microsoft stufte die Lücke zunächst als aktiv ausgenutzt ein, korrigierte diese Einschätzung aber am 21. August 2026 und erklärte, sie sei vor der Auslieferung des Fixes nicht ausgenutzt worden.
- Microsoft zufolge ist das Problem auf der eigenen Seite vollständig behoben; für einzelne Nutzerinnen und Nutzer besteht kein Handlungsbedarf.
Microsoft hat eine Schwachstelle mit der höchstmöglichen Schweregradbewertung in Entra ID geschlossen. Der Cloud-Identitätsdienst wickelt die Anmeldungen für Microsoft 365, Azure und eine Vielzahl von Anwendungen Dritter ab. Die unter CVE-2026-69836 geführte Lücke erreichte auf der branchenüblichen Schweregradskala den Höchstwert 10,0.
Was die Lücke ermöglichte
Die Schwachstelle betraf die Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten in Entra ID. Darüber hätten nicht authentifizierte Angreifer Code über das Netzwerk ausführen können – ganz ohne Passwort oder Anmeldung. Entdeckt wurde sie vom Sicherheitsforscher Robert Fitzpatrick, öffentlich gemacht wurde sie am 21. August 2026.
Wurde die Lücke tatsächlich ausgenutzt?
Microsoft kennzeichnete die Schwachstelle zunächst als aktiv ausgenutzt, revidierte diese Einschätzung jedoch am 21. August und erklärte, sie sei vor dem Einspielen des Patches nicht ausgenutzt worden. Zum zeitlichen Ablauf oder dazu, wie die ursprüngliche Einschätzung zustande kam, hat das Unternehmen keine Einzelheiten veröffentlicht.
Was Microsoft zu tun empfiehlt
Da es sich bei Entra ID um einen Cloud-Dienst handelt, hat Microsoft die Lücke in der eigenen Infrastruktur behoben und nicht über ein herunterladbares Update. Für diese konkrete Schwachstelle sei weder von einzelnen Nutzerinnen und Nutzern noch von IT-Administratoren etwas zu tun, so das Unternehmen.
Sources
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