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Alkoholverbot an Bahnhöfen: Ab 1. September an vier, bis Mitte Oktober an 5.400

Die Bahn ändert ihre Hausordnungen — was erlaubt bleibt, was passiert, wenn Sie dagegen verstoßen, und woran die Polizeigewerkschaft zweifelt.

Meridians Reise-Redaktion

Published 25. August 2026 · Updated 25. August 2026 · 4 min read

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Ab 1. September an vier, bis Mitte Oktober an 5.400Travel
Photo: Foto von Sascha Hormel / Pexels (Pexels-Lizenz — kostenlos nutzbar, Nennung rechtlich nicht erforderlich (oben dennoch angegeben).)

The short answer

  • Die Deutsche Bahn führt an rund 5.400 Bahnhöfen ein Verbot des Alkoholkonsums ein und stützt sich dabei auf ihr Hausrecht.
  • Den Anfang machen am 1. September 2026 Berlin Hauptbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig; bis zum 15. Oktober folgt der Rest.
  • Der Kauf und der Transport verschlossener Getränke bleiben erlaubt, ebenso der Ausschank in der Bahnhofsgastronomie.
  • Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt das Verbot, sieht die Durchsetzung aber bei der Bahn und nicht bei der Bundespolizei.

Wer ab dem 1. September am Berliner Hauptbahnhof auf den Zug wartet, darf dort kein Bier mehr trinken. Die Deutsche Bahn hat am 21. Juli 2026 angekündigt, den Alkoholkonsum an allen ihren Bahnhöfen zu untersagen. Rund 5.400 Stationen sind betroffen. An etwa 30 Bahnhöfen, darunter Köln, München und Hamburg, galt das Verbot bereits zuvor.

Der Zeitplan

  • 1. September 2026: Berlin Hauptbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig
  • Danach stufenweise Ausweitung auf das gesamte Netz
  • 15. Oktober 2026: Das Verbot gilt an allen rund 5.400 Bahnhöfen

Was erlaubt bleibt

Rechtlich ist das kein Gesetz, sondern Hausrecht. Die Bahn ändert die örtlichen Hausordnungen und stimmt sich dabei mit Kommunen und Behörden ab. Daraus folgt, was weiterhin zulässig ist: Alkohol dürfen Sie am Bahnhof kaufen und in verschlossenen Flaschen im Gepäck mitnehmen. Die Gastronomiebetriebe im Bahnhof schenken weiter aus. Untersagt ist der Konsum in den öffentlich zugänglichen Bereichen.

Verstoßen Sie dagegen, folgt zunächst der Verweis vom Gelände. Wer wiederholt auffällt, bekommt ein Hausverbot. Zur Begründung verweist DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla auf die Sicherheit: Wo übermäßig Alkohol fließe, nehme auch die Gewalt zu. Die rund 30 bereits alkoholfreien Bahnhöfe zeigten weniger Gewalt und weniger Müll.

Der Einwand der Polizeigewerkschaft

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte den Schritt am 20. Juli 2026 grundsätzlich, meldete aber Zweifel an der Durchsetzung an. Eine Hausordnung müsse die Bahn selbst durchsetzen, nicht die Bundespolizei, die bereits an ihrer Belastungsgrenze arbeite. „Die Deutsche Bahn ist eindeutig in der Pflicht, entsprechendes Sicherheitspersonal vorzuhalten“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Alexander Poitz. Er hält es zudem für widersprüchlich, dass in der Bahngastronomie weiter Alkohol verkauft wird, und fordert Verbote auch in Zügen und Bordrestaurants. Aus Hamburg und Bremen berichtet die Gewerkschaft von rückläufigen Straftaten nach Alkoholverboten.

Sources

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