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One, tagesschau24 und ARD alpha verschwinden zum Jahresende — was an ihre Stelle tritt

Der Reformstaatsvertrag zwingt ARD und ZDF, lineare Programme zu streichen; neo und info sollen ab 1. Januar 2027 gemeinsam laufen.

Meridians Wirtschafts-Redaktion

Published 29. August 2026 · Updated 29. August 2026 · 3 min read

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Photo: Foto von Image Hunter / Pexels (Pexels-Lizenz — kostenlos nutzbar, Nennung rechtlich nicht erforderlich (oben dennoch angegeben).)

The short answer

  • ARD und ZDF stellen tagesschau24, ARD alpha und One zum 31. Dezember 2026 ein.
  • Grundlage ist der Reformstaatsvertrag, der seit Dezember 2025 in Kraft ist und die Zahl linearer Programme begrenzt.
  • Phoenix, neo und info werden künftig gemeinsam von ARD und ZDF verantwortet, daneben bleiben 3sat, KiKA, funk und Arte.
  • Der gemeinsame Betrieb soll zum 1. Januar 2027 starten, davor ist eine Testphase vorgesehen.

Wer abends bei tagesschau24 hängen bleibt oder Serien bei One nachholt, sollte sich auf das Jahresende einstellen: Zum 31. Dezember 2026 stellen ARD und ZDF drei lineare Programme ein. Betroffen sind tagesschau24, ARD alpha und One. Es ist die bisher sichtbarste Folge des Reformstaatsvertrags für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seit Dezember 2025 in Kraft ist und die Sender verpflichtet, die Zahl ihrer linearen Angebote zu verringern.

Was bleibt

  • Phoenix — Information, künftig gemeinsam von ARD und ZDF verantwortet
  • neo — Angebot für junge Erwachsene, künftig gemeinsam
  • info — Dokumentation, künftig gemeinsam
  • 3sat, KiKA, funk und Arte bleiben ebenfalls erhalten

Nach Darstellung der Sender wurden jene Angebote ausgewählt, die in Information, Bildung, Dokumentation und beim jungen Publikum am stärksten genutzt werden. Neu ist vor allem die gemeinsame Verantwortung: Marken, die bislang einem Haus zugeordnet waren, sollen künftig von ARD und ZDF zusammen betrieben werden.

Der Zeitplan

Der gemeinsame Betrieb soll zum 1. Januar 2027 starten, davor ist eine Testphase vorgesehen. Arbeitsgruppen beider Häuser klären bis dahin Programmplanung, Abstimmungsprozesse und Abläufe. Ein Teil der Schritte steht noch unter Gremienvorbehalt — beschlossen ist die Richtung, nicht jedes Detail.

Was das praktisch bedeutet

Für Zuschauerinnen und Zuschauer heißt das zunächst: Drei Programmplätze fallen weg, und wer die betreffenden Sender über Kabel, Satellit oder DVB-T2 gespeichert hat, wird die Senderliste im Januar 2027 neu sortieren müssen. Ob die Inhalte in den verbleibenden Programmen oder in den Mediatheken auftauchen, ist noch nicht entschieden. ARD und ZDF begründen den Umbau damit, konsequent digital denken zu wollen — die Verlagerung in die Mediatheken ist also die naheliegende Richtung, aber keine Zusage.

Sources

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