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Die EU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen – was sich am 12. August geändert hat

PFAS oberhalb strenger Grenzwerte dürfen EU-weit nicht mehr in Verpackungen mit Lebensmittelkontakt verkauft werden. Betroffen sind Take-away-Schalen, Einwickelpapiere, Popcorntüten und Pizzakartons.

Meridians Leben-Redaktion

Published 20. August 2026 · Updated 20. August 2026 · 5 min read

Die EU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen – was sich am 12. August geändert hatFood
Photo: Photo by Mikhail Nilov / Pexels (Pexels License — free to use, no attribution legally required (credited above as good practice).)

The short answer

  • Seit dem 12. August 2026 dürfen Verpackungen mit Lebensmittelkontakt, die PFAS oberhalb strenger Grenzwerte enthalten, nicht mehr auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden.
  • Grundlage ist die Verordnung (EU) 2025/40, die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung.
  • Erfasst sind Take-away-Behälter, Fast-Food-Einwickelpapiere, Mikrowellen-Popcorntüten, Bäckereipapier und Pizzakartons.
  • Weitere Stufen folgen: harmonisierte Recycling-Kennzeichnung 2028 sowie Grenzwerte für Leerraum, Mehrwegquoten und vollständige Recyclingfähigkeit 2030.

Am 12. August 2026 ist in der Europäischen Union eine Regel in Kraft getreten, deren Ankündigung die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nie auf einem Etikett lesen werden: Verpackungen mit Lebensmittelkontakt, die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen oberhalb strenger Grenzwerte enthalten, dürfen nicht mehr auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. Gemeint sind jene Stoffe, die gemeinhin Ewigkeitschemikalien heißen – und die Verpackungen, in denen sie steckten, sind genau die, die fast jeder Woche für Woche in der Hand hält.

Was konkret betroffen ist

  • Take-away-Behälter
  • Fast-Food-Einwickelpapiere
  • Mikrowellen-Popcorntüten
  • Bäckereipapier
  • Pizzakartons

PFAS wurden in diesen Produkten aus einem denkbar einfachen Grund eingesetzt: Sie stoßen Fett und Wasser ab – genau das, was ein Pizzakarton oder ein Burgerpapier leisten muss. Der Preis dafür ist, dass dieselbe Chemie sich nicht abbaut. Die Verbindungen reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an, und darauf stützt sich die Beschränkung.

Woher die Regel stammt

Die Beschränkung steht in der Verordnung (EU) 2025/40, der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung. Anders als eine Richtlinie gilt eine Verordnung unmittelbar in jedem Mitgliedstaat, ohne nationale Umsetzung – der Stichtag ist in Berlin derselbe wie in Madrid und Rom. Der 12. August ist dabei nur die erste von mehreren Etappen.

Was als Nächstes kommt – und wann

  • 2028 – ein harmonisiertes EU-weites Kennzeichnungssystem, damit Verpackungen korrekt für das Recycling sortiert werden können
  • 2030 – Grenzwerte für Leerraum in Verpackungen, Beschränkungen für bestimmte Einweg-Kunststoffverpackungen, Mehrwegquoten, verpflichtende Rezyklatanteile in neuen Kunststoffverpackungen und die Vorgabe, dass alle Verpackungen recyclingfähig sein müssen

Die Kommission beziffert das Ausmaß des Problems auf 35,3 kg Kunststoffverpackungsabfall pro Kopf und Jahr in der EU. Ohne Gegensteuern dürfte das gesamte Verpackungsabfallaufkommen bis 2030 um 19 % zunehmen, das der Kunststoffverpackungen um 46 %.

Sources

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