Unwetter und Technikausfälle legen den Flugverkehr an einem Dutzend großer US-Flughäfen lahm
Binnen zwei Tagen summierten sich fast 2.000 Annullierungen: Gewitter trafen auf Technikausfälle und Personallücken in der Flugsicherung. Am härtesten traf es die großen Drehkreuze an der Ostküste.
Meridians Reise-Redaktion
Published 9. August 2026 · Updated 9. August 2026 · 5 min read
TravelThe short answer
- Die FAA verhängte am 6. August an neun großen Flughäfen Startverbote und am 7. August an sieben weiteren, weil schwere Gewitter mit Technikausfällen und hohen Fehlzeiten bei den Fluglotsen zusammenfielen.
- Bis Freitag stieg die Zahl der landesweiten Annullierungen auf fast 2.000; am stärksten betroffen waren unter anderem Republic, PSA, JetBlue, Endeavor und Delta.
- Allein in Minneapolis-St Paul wurden 28 Annullierungen und 413 Verspätungen gezählt.
- Delta und United verzichteten für betroffene Passagiere auf Umbuchungsgebühren und Tarifdifferenzen; die Fristen für die Umbuchung reichten bis zum 10. und 11. August.
Eine Serie schwerer Gewitter hat gemeinsam mit Technikausfällen und Personallücken in der Flugsicherung die FAA gezwungen, in diesem Monat an zwei Tagen für mehr als ein Dutzend große US-Flughäfen Startverbote zu verhängen. Landesweit stieg die Zahl der Annullierungen dadurch auf annähernd 2.000.
Welche Flughäfen und Airlines es getroffen hat
- Startverbote am 6. August: Atlanta, Boston, Baltimore-Washington, Reagan National, Dulles, Las Vegas, LaGuardia, Orlando und Minneapolis-St Paul.
- Startverbote am 7. August: Reagan National, Newark, Dulles, JFK, LaGuardia, Philadelphia und Teterboro.
- Airlines mit den meisten Annullierungen am 7. August: Republic (373), PSA Airlines (261), JetBlue (245), Endeavor Air (200) und Delta Air Lines (174).
- Allein Minneapolis-St Paul verzeichnete 28 Annullierungen und 413 Verspätungen.
Die Ursachen
Unmittelbarer Auslöser waren schwere Gewitter, die über die Ostküste und den Mittleren Westen zogen. Verschärft wurde die Lage durch Technikausfälle an mehreren Einrichtungen und durch überdurchschnittlich hohe Fehlzeiten unter den Fluglotsen an mehreren Drehkreuzen – eine Kombination, die aus einem Wetterereignis ein netzweites Problem über mehrere Tage machte.
Was Reisende jetzt tun können
- Prüfen Sie die Hinweisseite Ihrer Airline direkt, statt sich auf die Anzeigetafel zu verlassen; Delta und United verzichten bei betroffenen Buchungen auf Umbuchungsgebühren und Tarifdifferenzen.
- Die Umbuchungsfristen dieser Kulanzregelungen laufen bei den betroffenen Airlines bis zum 10. beziehungsweise 11. August, sofern Ihre Buchung in den Zeitraum der Störungen fiel.
- Planen Sie an den oben genannten Drehkreuzen der Ostküste zusätzliche Umsteigezeit ein, solange der Rückstau abgearbeitet wird.
- Wurde Ihr Flug nur verspätet und nicht annulliert, können Ihnen je nach Airline und Strecke dennoch Betreuungsleistungen zustehen; siehe unseren Ratgeber zu Fluggastrechten.
Die ehrliche Einschränkung
Unwetterbedingte Störungen dieser Art, die mehrere Flughäfen zugleich treffen, wiederholen sich in der sommerlichen Hauptreisezeit und lassen sich mehr als ein bis zwei Tage im Voraus nicht verlässlich vorhersagen. Die hier genannten Flughäfen und Zahlen beschreiben diesen einen Vorfall; fragen Sie bei Ihrer Airline direkt nach, bevor Sie annehmen, dass bei einer späteren Störung dieselben Regelungen gelten.
Sources
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