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Der beste Kindersitz im ADAC-Test kostet 368 Euro, der billigste mit „gut“ 75 — und acht andere Sitze flogen im Crash durchs Auto

Der ADAC hat 2026 zweimal veröffentlicht: einen Vergleichstest mit 26 Sitzen und eine Warnung vor acht No-Name-Modellen, bei denen die Unterkonstruktion versagte.

Meridians Technik-Redaktion

Published 14. September 2026 · Updated 14. September 2026 · 5 min read

Der beste Kindersitz im ADAC-Test kostet 368 Euro, der billigste mit „gut“ 75 — und acht andere Sitze flogen im Crash durchs AutoAutomotive
Photo: Foto von Markus Spiske / Pexels (Pexels-Lizenz — kostenlos nutzbar, Nennung rechtlich nicht erforderlich (oben dennoch angegeben).)

The short answer

  • Im ADAC-Vergleichstest vom 26. Mai 2026 wurden 26 Kindersitze geprüft: sechs bekamen die Note „gut“, 16 „befriedigend“, drei „ausreichend“ und einer „mangelhaft“.
  • Die sechs guten Sitze liegen preislich zwischen 75 und 480 Euro — der Bestplatzierte mit Note 1,9 kostet 368 Euro, die günstigste Sitzerhöhung mit „gut“ 75 Euro.
  • Getrennt davon hatte der ADAC am 8. April 2026 vor acht Sitzen gewarnt, die im Crashtest durchfielen: Bei allen versagte die Unterkonstruktion, die Sitzschalen wurden durchs Fahrzeug geschleudert.
  • Rechtlich gilt weiterhin: Ohne Sitz dürfen Kinder erst ab dem 12. Geburtstag oder ab 1,50 Meter mitfahren, und Sitze nach der alten Norm UN ECE R44 dürfen seit dem 1. September 2023 nicht mehr neu verkauft, aber weiter benutzt werden.

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Beim Kindersitz ist der Preis ein besonders schlechter Ratgeber — in beide Richtungen. Im ADAC-Vergleichstest, veröffentlicht am 26. Mai 2026, liegen die sechs mit „gut“ bewerteten Sitze zwischen 75 und 480 Euro. Der teuerste gute Sitz ist nicht der beste, und der billigste gute Sitz ist nicht der schlechteste unter ihnen. Von 26 geprüften Sitzen bekamen sechs „gut“, 16 „befriedigend“, drei „ausreichend“ und einer „mangelhaft“.

Die sechs Sitze mit „gut“ — und der eine mit „mangelhaft“

  • Foppapedretti Disk Infant i-Size + Tech i-Size — 368 Euro — Note 1,9, Babyschale mit Isofix-Basis, bester Sitz des Tests
  • Foppapedretti Disk Infant i-Size — 199 Euro — Note 2,2, dieselbe Babyschale ohne Isofix-Basis
  • Silver Cross Glide Plus 360 — 259 Euro — Note 2,4
  • Cybex Sirona Ti — 480 Euro — Note 2,5, teuerster Sitz mit „gut“ im Test
  • Cybex Pallas G3 — 260 Euro — Note 2,5, mitwachsender Kindersitz
  • Kinderkraft Junior Fix 2 i-Size — 75 Euro — Note 2,5, Sitzerhöhung; laut ADAC einer der günstigsten Sitze im Test
  • Kinderkraft Mink Pro 2 + Base Mink FX2 — 145 Euro — Note „mangelhaft“: Die Babyschale löste sich im Frontalcrash von der Isofix-Station

Die zweite Veröffentlichung: acht Sitze, bei denen die Unterkonstruktion versagte

Getrennt vom Vergleichstest hatte der ADAC bereits am 8. April 2026 eine Warnung veröffentlicht. Acht Kindersitze fielen im Crashtest durch: Buf Boof Tweety Plus, Ding Aiden 360, Kidiz 360, KidsZone i-Size 360, Lettas i-Size 360, Miophy i-Size 360, Xomax 946i sowie Kinderkraft Mink Pro 2 + Base Mink FX2. Der Befund war bei allen derselbe: „Bei allen Kindersitzen versagte die Unterkonstruktion und die Sitzschalen wurden durch das Fahrzeug geschleudert.“ Der Club ordnet diese Ware als sogenannte White-Label-Produkte ein — Modelle, die etwa über Plattformen wie Alibaba in großer Stückzahl angeboten, von den jeweiligen Händlern optisch angepasst und anschließend unter eigenen Markenbezeichnungen verkauft werden. Wer online kauft, kauft bei solchen Namen also nicht unbedingt einen Hersteller, sondern eine Etikettierung.

Was rechtlich gilt — und was seit 2023 nicht mehr gilt

Die Sitzpflicht endet nach Angaben des ADAC mit dem 12. Geburtstag oder wenn das Kind größer als 1,50 Meter ist. Wer ein Kind nicht ordnungsgemäß sichert, zahlt ein Verwarnungsgeld von 30 beziehungsweise 35 Euro; ist das Kind überhaupt nicht gesichert, sind es 60 Euro und ein Punkt. Bei den Normen laufen zwei Regelwerke parallel: die aktuelle UN-Regelung Nr. 129 (i-Size) und die ältere UN ECE Reg. 44/03 und 44/04. Sitze nach der alten Norm dürfen seit dem 1. September 2023 nicht mehr neu verkauft werden, die Abverkaufsfrist für Lagerbestände endete am 31. August 2024. Ein Verwendungsverbot ist derzeit nicht geplant: Wer einen R44-Sitz hat, darf ihn weiter nutzen, und gebraucht gekauft werden darf er ebenfalls.

Sources

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