Skip to content
LIVE
Travel/Explainer

Am 15. September läuft die Anordnung aus — der Ausweis gehört trotzdem ins Handschuhfach

An allen neun deutschen Landgrenzen wird kontrolliert; die aktuelle Anordnung endet in wenigen Tagen, eine Verlängerung bis März 2027 gilt als gesetzt.

Meridians Reise-Redaktion

Published 6. September 2026 · Updated 6. September 2026 · 4 min read

Am 15. September läuft die Anordnung aus — der Ausweis gehört trotzdem ins HandschuhfachTravel

The short answer

  • Deutschland kontrolliert an allen neun Landgrenzen. Das Bundesinnenministerium hatte die Kontrollen am 16. Februar 2026 um sechs Monate verlängert.
  • Diese Anordnung endet Mitte September 2026. Nach Darstellung des ADAC ist eine weitere Verlängerung bis zum 15. März 2027 vorgesehen.
  • Wer die Grenze überquert, braucht einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und muss ihn auf Verlangen vorzeigen — auch innerhalb des Schengen-Raums.
  • Mehrere Nachbarstaaten kontrollieren ihrerseits. Österreich prüft nur anlassbezogen.

Wer in den Herbstferien mit dem Auto nach Österreich, Tschechien oder in die Niederlande fährt, trifft an der Grenze auf Beamte. Das Bundesministerium des Innern hatte am 16. Februar 2026 mitgeteilt, dass die Kontrollen an allen neun deutschen Landgrenzen um weitere sechs Monate verlängert werden. Diese Anordnung läuft Mitte September aus. Nach Darstellung des ADAC ist bereits die nächste Verlängerung vorgesehen — bis zum 15. März 2027.

Wo seit wann kontrolliert wird

  • Österreich: seit 2015.
  • Polen, Tschechien und die Schweiz: seit 2023.
  • Frankreich, Dänemark, Belgien, die Niederlande und Luxemburg: seit September 2024.

Was Sie dabeihaben müssen

Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, und zwar griffbereit. Dass der Schengen-Raum grundsätzlich keine Binnengrenzkontrollen kennt, ändert daran nichts: Solange die Kontrollen angeordnet sind, dürfen die Beamten das Dokument sehen wollen. Ein Führerschein genügt nicht. Wer Kinder mitnimmt, braucht auch für sie ein eigenes Ausweisdokument.

Wo es steht — und wer sonst noch kontrolliert

Der ADAC nennt als wiederkehrende Staupunkte die Autobahnübergänge nach Österreich — Suben an der A3, Walserberg an der A8 und Kiefersfelden an der A93 — sowie Frankfurt (Oder) an der A12 an der polnischen Grenze. Wer dort zur Reisezeit unterwegs ist, sollte Wartezeit einplanen statt sie zu bestreiten. Die Rückfahrt ist dabei nicht automatisch die entspanntere Richtung: Polen, Dänemark, Frankreich und die Niederlande führen nach ADAC-Angaben eigene Kontrollen durch, Österreich prüft demnach nur anlassbezogen. Rechtlich sind solche Kontrollen kein Dauerzustand, sondern eine befristete Ausnahme — Deutschland muss sie der Europäischen Kommission in Brüssel förmlich anzeigen und begründen, und das nach jeder Frist neu.

Sources

Every factual claim above is traceable to these documents. Check them — that is why they are here.

About this byline

Meridians Reise-Redaktion is an editorial desk at Meridians, not an individual. A desk byline means the article was produced and fact-checked to that desk's published standards. Read our editorial standards and corrections policy.

Anzeige

Paid placement · not editorial

Related reading

The Meridians Brief

One considered email a week

What changed, what it costs you, and what to do about it — from the Meridians desks. No sponsored picks disguised as recommendations.

Sign-up opens with our launch issue. Nothing is sent or stored yet.