FDA: B. Braun ruft Kochsalzlösung für Infusionen wegen Metallpartikeln zurück
Drei landesweit vertriebene Chargen einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung können Eisenoxidpartikel enthalten, die lebensbedrohliche Gefäßverschlüsse auslösen können. Verletzte gibt es nach Angaben der FDA bislang nicht.
Meridians Leben-Redaktion
Published 30. August 2026 · Updated 30. August 2026 · 4 min read
HealthThe short answer
- B. Braun Medical Inc. hat drei Chargen der 0,9-prozentigen Kochsalzlösung zur Injektion (USP), 100 ml im 150-ml-PAB-Beutel, landesweit freiwillig zurückgerufen, nachdem Eisenoxidpartikel im Produkt gefunden wurden.
- Betroffen sind die Chargen J6B435, J6B444 und J6B457 mit Verfallsdatum 30. April 2027, die zwischen dem 27. Februar und dem 3. August 2026 landesweit an Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen geliefert wurden.
- Nach Angaben der FDA besteht bei der Gabe partikelhaltiger Kochsalzlösung eine begründete Wahrscheinlichkeit lebensbedrohlicher Reaktionen, darunter Lungenembolien und Verschlüsse anderer Blutgefäße.
- Zum Zeitpunkt des Rückrufs wurden keine Verletzungen oder Todesfälle gemeldet. Gesundheitseinrichtungen sollen das Produkt nicht mehr verwenden und zurücksenden.
B. Braun Medical hat drei landesweit vertriebene Chargen einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung zur Injektion zurückgerufen, nachdem Eisenoxidpartikel in der Lösung gefunden wurden. Die FDA veröffentlichte die Rückrufmitteilung am 28. August 2026, einen Tag nach der Ankündigung des Unternehmens. Die betroffenen Beutel gingen an Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, nicht an Endverbraucher.
Was betroffen ist
- Produkt: 0.9% Sodium Chloride Injection USP, 100 ml, im 150-ml-PAB-Beutel (Partial Additive Bag), Katalognummer S8004-5264, NDC 0264-1800-32
- Chargen: J6B435, J6B444 und J6B457, alle mit Verfallsdatum 30. April 2027
- Zwischen dem 27. Februar und dem 3. August 2026 landesweit an Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen ausgeliefert
Warum das wichtig ist
In der Mitteilung der FDA heißt es, bei der Gabe partikelhaltiger Kochsalzlösung bestehe eine begründete Wahrscheinlichkeit lebensbedrohlicher Reaktionen, darunter Lungenembolien, Verschlüsse anderer Blutgefäße und Venenentzündungen. Eisenoxidpartikel, die in die Blutbahn gelangen, können der Mitteilung zufolge außerdem eine Immunreaktion oder Organfunktionsstörungen auslösen. Zum Zeitpunkt des Rückrufs sind laut B. Braun und FDA keine schweren Verletzungen, Todesfälle oder sonstigen unerwünschten Ereignisse mit den betroffenen Chargen in Verbindung gebracht worden.
Was Kliniken und medizinisches Personal tun sollten
Gesundheitseinrichtungen sollen die zurückgerufenen Chargen sofort nicht mehr verwenden, verbleibende Bestände sperren und an B. Braun zurücksenden. Wer das Produkt bereits verabreicht hat, soll auf Anzeichen unerwünschter Reaktionen achten und Vorkommnisse dem MedWatch-Programm der FDA melden. Einrichtungen erreichen B. Braun unter recalls@bbraunusa.com, montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr Eastern Time.
Sources
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