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US-Bildungsministerium will die Hochschulakkreditierung umbauen – Frist für Stellungnahmen endet am 21. September

Der Verordnungsentwurf soll es Hochschulen erleichtern, die Akkreditierungsagentur zu wechseln, und neuen Agenturen die Gründung vereinfachen. Zugleich sieht er neue Vorgaben zur Anerkennung von Studienleistungen und zur Offenlegung der Kosten vor.

Meridians Leben-Redaktion

Published 8. September 2026 · Updated 8. September 2026 · 4 min read

US-Bildungsministerium will die Hochschulakkreditierung umbauen – Frist für Stellungnahmen endet am 21. SeptemberEducation

The short answer

  • Das US-Bildungsministerium hat am 20. August 2026 im Federal Register einen Verordnungsentwurf zum Umbau der Hochschulakkreditierung veröffentlicht.
  • Stellungnahmen sind noch bis zum 21. September 2026 über regulations.gov möglich.
  • Der Entwurf würde es Hochschulen erleichtern, die Agentur zu wechseln oder mehrere Akkreditierungen zu halten, und die „Zwei-Jahres-Regel“ für neue Agenturen streichen.
  • Neue Bestimmungen würden schriftliche Begründungen verlangen, wenn Hochschulen Studienleistungen nicht anerkennen, sowie eine umfassendere Offenlegung der Programmkosten.

Das US-Bildungsministerium hat am 20. August 2026 einen Verordnungsentwurf veröffentlicht, der neu regeln würde, wie es jene Akkreditierungsagenturen anerkennt, die darüber entscheiden, welche Hochschulen Zugang zur staatlichen Studienfinanzierung erhalten. Stellungnahmen sind bis zum 21. September 2026 über regulations.gov möglich.

Womit das Ministerium den Schritt begründet

Nach Darstellung des Ministeriums kontrollieren die Akkreditierungsagenturen den Zugang zu jährlich mehr als 100 Milliarden Dollar an staatlicher Studienfinanzierung – und einige wenige von ihnen beherrschen den Sektor. Unterstaatssekretär Nicholas Kent erklärte in der Mitteilung des Ministeriums: „Das veraltete Akkreditierungssystem hat zu überhöhten Studiengebühren, aufgeblähter Verwaltung und ideologisch getriebenen Vorgaben an den Hochschulen beigetragen.“ Grundlage des Entwurfs ist die Executive Order 14279.

Was sich ändern würde

  • Hochschulen könnten die Akkreditierungsagentur wechseln oder Akkreditierungen mehrerer Agenturen halten, ohne die derzeit verlangte ausführliche Begründung.
  • Geografische Beschränkungen, die die Wahl der Agentur einengten, würden entfallen.
  • Die „Zwei-Jahres-Regel“, die neue Akkreditierungsagenturen vor der erstmaligen Anerkennung erfüllen müssen, würde gestrichen; damit sinkt die Hürde für Neugründungen.
  • Hochschulen müssten schriftlich begründen, wenn sie Studienleistungen von Wechslerinnen und Wechslern nicht anerkennen.
  • Hochschulen müssten Kosten und Umfang ihrer Studiengänge vor der Einschreibung klarer offenlegen.
  • Für die Agenturen kämen neue Regeln zu Interessenkonflikten hinzu, die sie von verbundenen Branchenverbänden trennen, sowie Neutralitätsvorgaben zu institutionellen Positionen und Ideologie.

Wie es weitergeht

Der Entwurf ist noch nicht endgültig. Stellungnahmen sind bis zum 21. September 2026 möglich; danach kann das Ministerium ihn überarbeiten, bevor es eine endgültige Verordnung erlässt. Hochschulen, Akkreditierungsagenturen und Studierendenverbände dürften sich bis zu diesem Termin äußern.

Sources

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