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Ganzjahresreifen im ADAC-Test 2026: einer gut, fünf mangelhaft

Sechzehn Modelle in 185/65 R15, geprüft vom ADAC. Der Testsieger kostet 84 Euro, der billigste Reifen 52 — und fällt durch. Was die Noten bedeuten, bevor die Reifensaison beginnt.

Meridians Technik-Redaktion

Published 1. September 2026 · Updated 1. September 2026 · 6 min read

Ganzjahresreifen im ADAC-Test 2026: einer gut, fünf mangelhaftAutomotive
Photo: Foto von Karola G / Pexels (Pexels-Lizenz — kostenlos nutzbar, Nennung rechtlich nicht erforderlich (oben dennoch angegeben).)

The short answer

  • Der ADAC hat 16 Ganzjahresreifen in der Kleinwagendimension 185/65 R15 geprüft und am 23. Juni 2026 veröffentlicht.
  • Nur ein Reifen bekam die Note „gut“: der Continental AllSeasonContact 2 mit 2,3, laut ADAC-Preisangabe 84 Euro je Reifen.
  • Fünf Modelle fielen mit Noten zwischen 4,9 und 5,5 auf „mangelhaft“ durch, überwiegend wegen fehlenden Grips auf Schnee und Eis; acht Reifen bekamen insgesamt keine Kaufempfehlung.
  • Der günstigste Reifen im Feld kostet 52 Euro und gehört zu den Durchgefallenen — der Testsieger liegt 32 Euro darüber.

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Im September beginnt die Zeit, in der über Reifen nachgedacht wird. Wer statt zweier Sätze nur einen fahren will, landet bei Ganzjahresreifen — und steht vor einem Regal, in dem 52 Euro und 90 Euro nebeneinanderliegen und nichts erklärt, warum. Der ADAC hat im Juni 16 Modelle in der Dimension 185/65 R15 geprüft, einer typischen Kleinwagengröße. Das Ergebnis ist ungewöhnlich eindeutig.

Wie der ADAC bewertet

Die Gesamtnote setzt sich aus Fahrsicherheit (70 Prozent) und Umweltbilanz (30 Prozent) zusammen. Innerhalb der Fahrsicherheit gewichtet der ADAC bei Ganzjahresreifen nasse Fahrbahn mit 45 Prozent, trockene mit 35 und winterliche mit 20 Prozent. Gebremst wird auf Nässe aus 80 km/h und auf Schnee aus 30 km/h. Diese Gewichtung erklärt, warum ein Reifen mit brauchbarem Trockenverhalten trotzdem durchfallen kann.

Die Ergebnisse mit den vom ADAC genannten Preisen

  • Continental AllSeasonContact 2 — 84 Euro je Reifen — Note 2,3 („gut“), einziger Reifen mit dieser Bewertung, Testsieger
  • Pirelli Cinturato All Season SF 3 — 86 Euro je Reifen — Note 2,6 („befriedigend“)
  • Michelin CrossClimate 2 — 90 Euro je Reifen — Note 2,6 („befriedigend“), teuerster Reifen mit genannter Note
  • Goodyear Vector 4Seasons — 82 Euro je Reifen — Note im abgerufenen Testauszug nicht genannt
  • Nokian Seasonproof 2 — 81 Euro je Reifen — Note im abgerufenen Testauszug nicht genannt
  • Hankook Kinergy 4S 2 — 71 Euro je Reifen — Note im abgerufenen Testauszug nicht genannt
  • Vredestein Quatrac — 70 Euro je Reifen — Note im abgerufenen Testauszug nicht genannt
  • Norauto 4 Seasons 2 — Preis im abgerufenen Testauszug nicht genannt — Note 4,9 („mangelhaft“)
  • Bridgestone Weather Control A005 Evo — 81 Euro je Reifen — Note 5,3 („mangelhaft“)
  • Mastersteel All Weather 2 — Preis im abgerufenen Testauszug nicht genannt — Note 5,3 („mangelhaft“)
  • Roadhog RGAS02 — 52 Euro je Reifen — Note 5,4 („mangelhaft“), günstigster Reifen im Test
  • Tomason Allseason — Preis im abgerufenen Testauszug nicht genannt — Note 5,5 („mangelhaft“), Schlusslicht

Wo die Durchgefallenen scheitern

Die fünf Modelle mit Noten von 4,9 bis 5,5 fallen laut ADAC vor allem auf winterlichen Straßen aus dem Rahmen — fehlender Grip auf Eis und Schnee. Das ist bei einem Reifen, dessen einziger Daseinszweck es ist, beide Jahreszeiten abzudecken, kein Detail, sondern der Kern der Sache. Insgesamt sprach der ADAC für acht der 16 Reifen keine Kaufempfehlung aus, also für die Hälfte des Feldes.

Der Preis sagt wenig, aber nicht nichts

Zwischen dem billigsten (52 Euro) und dem teuersten Reifen mit genannter Note (90 Euro) liegen 38 Euro je Reifen, auf vier Räder also gut 150 Euro. Der Testsieger ist mit 84 Euro nicht der teuerste. Umgekehrt gilt aber auch nicht, dass günstig automatisch schlecht ist: Mit Vredestein und Hankook liegen zwei Modelle bei 70 und 71 Euro im Feld, deren Noten im abgerufenen Auszug schlicht nicht standen. Als prognostizierte Laufleistung nennt der ADAC für den Testsieger 41.300 Kilometer; die kürzeste Prognose im Feld lag bei 32.400 Kilometern.

Für wen sich Ganzjahresreifen laut ADAC überhaupt eignen

Der ADAC empfiehlt sie nicht pauschal. Wer viel Autobahn fährt und häufig bei hohen Temperaturen unterwegs ist, fährt mit getrennten Sommer- und Winterreifen besser. Für Fahrprofile, die überwiegend aus Land- und Bundesstraßen mit gelegentlicher Autobahnnutzung bestehen, hält der Club Ganzjahresreifen dagegen für vertretbar. Die Dimension 185/65 R15 begrenzt die Aussagekraft ohnehin auf Kleinwagen — für größere Räder gelten andere Testfelder.

Sources

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