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H5N1 bei Katzen: Was der erste dokumentierte Übertragungsfall auf den Menschen für Halter bedeutet

In Los Angeles County erkrankten 19 Katzen, nachdem sie Rohfutter, Rohmilch oder rohes Fleisch bekommen hatten. 14 starben. Bei einer in der Tiermedizin beschäftigten Person wurden später Antikörper nachgewiesen.

Meridians Leben-Redaktion

Published 21. August 2026 · Updated 21. August 2026 · 4 min read

H5N1 bei Katzen: Was der erste dokumentierte Übertragungsfall auf den Menschen für Halter bedeutetPets
Photo: Photo by Halil İbrahim ÇETİN / Pexels (Pexels License — free to use, no attribution legally required (credited above as good practice).)

The short answer

  • Ein am 7. Mai 2026 veröffentlichter CDC-Bericht dokumentiert erstmals Hinweise auf eine wahrscheinliche Übertragung des Vogelgrippevirus H5N1 von der Katze auf den Menschen — im Zusammenhang mit Rohfutter, Rohmilch oder rohem Fleisch, das Katzen in Los Angeles County bekommen hatten.
  • Zwischen November 2024 und Januar 2025 erkrankten in fünf Haushalten 19 Hauskatzen; bei neun wurde H5N1 nachgewiesen, 14 der 19 Tiere starben oder wurden eingeschläfert.
  • Bei einer in der Tiermedizin beschäftigten Person wurden nach beruflichem Kontakt ohne angemessene Schutzausrüstung H5N1-Antikörper nachgewiesen; grippeähnliche Symptome wurden bei ihr nicht berichtet.
  • Der US-Tierärzteverband AVMA empfiehlt, Katzen ausschließlich pasteurisierte Milchprodukte und gegartes Fleisch zu geben, sie im Haus zu halten und sich nach dem Umgang mit Katzen oder Wildtieren die Hände zu waschen — einen H5N1-Impfstoff für Katzen gibt es bislang nicht.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat im Mai 2026 den ersten dokumentierten Fall einer wahrscheinlichen Übertragung des Vogelgrippevirus H5N1 von der Katze auf den Menschen veröffentlicht. Zurückverfolgt wurde er auf Rohfutter, Rohmilch oder rohes Fleisch, das Katzen in Los Angeles County bekommen hatten. Der Fall fügt sich in eine größere Entwicklung ein: Seit dem Ausbruch in US-Milchviehbeständen ab März 2024 haben sich dort Dutzende Katzen infiziert — auch reine Wohnungskatzen — und sind häufig daran gestorben.

Was in Los Angeles County geschah

Die Untersuchung der CDC, veröffentlicht am 7. Mai 2026 im Morbidity and Mortality Weekly Report, erfasst Erkrankungen von Katzen zwischen November 2024 und Januar 2025. In fünf Haushalten erkrankten 19 Hauskatzen; bei neun wurde H5N1 der Klade 2.3.4.4b nachgewiesen, 14 der 19 Tiere starben oder wurden eingeschläfert. Die Erkrankungen wurden mit dem Verzehr von handelsüblich gekaufter Rohmilch, rohem Fleisch oder Rohfutter in Verbindung gebracht.

Der Fall beim Menschen

Von 139 Personen mit Kontakt zu den erkrankten Katzen wurden 33 zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 mittels RT-PCR getestet, 25 im April 2025 zusätzlich serologisch untersucht. Bei einer in der Tiermedizin beschäftigten Person wurden H5N1-Antikörper nachgewiesen, nachdem sie beruflich ohne angemessene persönliche Schutzausrüstung Kontakt gehabt hatte; grippeähnliche Symptome wurden bei ihr nicht berichtet. Die CDC spricht von einer „möglichen“ Übertragung — die Behörde formuliert also bewusst vorsichtig und behauptet nicht, eine Übertragung von der Katze auf den Menschen sei bewiesen.

Woran Halter die Erkrankung erkennen

Nach den Empfehlungen des US-Tierärzteverbands AVMA erkranken Katzen an H5N1 besonders häufig schwer, oft mit tödlichem Ausgang. Zu den Symptomen zählen Teilnahmslosigkeit, Fieber und neurologische Auffälligkeiten wie Koordinationsstörungen, Im-Kreis-Laufen, Zittern, Krampfanfälle oder Erblindung, dazu starker Nasen- oder Augenausfluss und Atemnot.

Was Katzenhalter tun sollten

  • Katzen ausschließlich pasteurisierte Milchprodukte und gegartes Fleisch geben — auf Rohfütterung, Rohmilch und Rohfutter ganz verzichten
  • Katzen im Haus halten, um den Kontakt zu Wildvögeln und anderen möglichen Infektionsquellen zu begrenzen
  • Nach dem Umgang mit Katzen die Hände waschen, besonders wenn die Tiere Kontakt zu Wildtieren hatten
  • Bei neurologischen Auffälligkeiten, Atemnot oder plötzlicher Teilnahmslosigkeit sofort tierärztliche Hilfe holen
  • Tierarztpersonal sollte bei Verdachtsfällen N95-Atemschutzmasken, Schutzbrille, Kittel und Handschuhe tragen und Verdachtsfälle den Veterinärbehörden des jeweiligen Bundesstaates melden

Sources

Every factual claim above is traceable to these documents. Check them — that is why they are here.

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