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18,36 oder 18,64 Euro: Woran der Rundfunkbeitrag ab 2027 gerade hängt

Zwei Verfahren laufen parallel — eines in Karlsruhe über die ausgebliebene Erhöhung 2025, eines in den 16 Landtagen über die nächste Beitragsperiode.

Meridians Wirtschafts-Redaktion

Published 25. August 2026 · Updated 25. August 2026 · 5 min read

18,36 oder 18,64 Euro: Woran der Rundfunkbeitrag ab 2027 gerade hängtStreaming
Photo: Foto von Atlantic Ambience / Pexels (Pexels-Lizenz — kostenlos nutzbar, Nennung rechtlich nicht erforderlich (oben dennoch angegeben).)

The short answer

  • Der Rundfunkbeitrag liegt weiterhin bei 18,36 Euro im Monat.
  • Die KEF empfahl in ihrem Bericht vom Februar 2026 eine Anhebung auf 18,64 Euro zum 1. Januar 2027 — 28 Cent mehr.
  • Wirksam wird das nur, wenn alle 16 Länder einem entsprechenden Staatsvertrag zustimmen.
  • Parallel verhandelte das Bundesverfassungsgericht am 23. Juni 2026 die Verfassungsbeschwerden von ARD und ZDF gegen die ausgebliebene Erhöhung zum 1. Januar 2025.

Wer wissen will, was er ab Januar 2027 an Rundfunkbeitrag zahlt, muss zwei Vorgänge auseinanderhalten. Der eine läuft in Karlsruhe und betrifft die Vergangenheit. Der andere läuft in 16 Landtagen und betrifft die Zukunft. Beide hängen an derselben Zahl: der Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, kurz KEF.

Wie es zu dem Streit kam

In ihrem Bericht vom Februar 2024 empfahl die KEF, den Beitrag von 18,36 Euro auf 18,94 Euro anzuheben. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder entschieden im Dezember 2024 stattdessen, den Beitrag zwei Jahre unverändert zu lassen. ZDF und die neun Landesrundfunkanstalten der ARD zogen daraufhin nach Karlsruhe. Sie berufen sich auf ihr Grundrecht der Rundfunkfreiheit aus Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes.

Der Termin in Karlsruhe

  • Verfahren: 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24, geführt unter dem Namen Rundfunkfinanzierung II
  • Mündliche Verhandlung: Dienstag, 23. Juni 2026, 10.00 Uhr, Erster Senat
  • Beschwerdeführer: das ZDF und die neun Landesrundfunkanstalten der ARD
  • Gegenstand: die unterbliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2025

Was für 2027 auf dem Tisch liegt

Im Februar 2026 legte die KEF ihren nächsten Bericht vor und empfahl 18,64 Euro monatlich ab dem 1. Januar 2027. Das sind 28 Cent mehr als heute und 30 Cent weniger als die Kommission zwei Jahre zuvor gefordert hatte. Für die Beitragsperiode 2025 bis 2028 erkennt die Kommission nach Angaben von ZDFheute einen Gesamtaufwand von 42 Milliarden Euro an, ein jährlicher Zuwachs von 2,2 Prozent. Eine Empfehlung ist aber kein Beschluss: Erhöht wird der Beitrag erst, wenn alle 16 Länder einem Staatsvertrag zustimmen und die Landtage ihn ratifizieren.

Für Ihren Haushalt heißt das bis auf Weiteres: Es bleibt bei 18,36 Euro im Monat. Ändert sich der Betrag zum 1. Januar 2027, passt der Beitragsservice die Abbuchung automatisch an; ein eigenes Zutun ist dafür nicht nötig. Wer Anspruch auf eine Befreiung oder Ermäßigung hat, muss diese dagegen selbst beantragen — rückwirkend nur in engen Grenzen.

Sources

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